Weitere Haushalte in Baden-Württemberg bekommen schnelles Internet
Die Kabelnetzbetreiber Kabel BW und Tele Columbus haben den Verkauf der lokalen Netze von Tele Columbus in Baden-Württemberg erfolgreich abgeschlossen. Bereits im Mai hatte man dieses Projekt vereinbart, zuvor musste aber noch das Bundeskartellamt der Transaktion zustimmen - was jetzt geschehen ist. Beide Unternehmen haben allerdings Stillschweigen über den Kaufpreis vereinbart.
Mit diesem Deal übernimmt Kabel BW die umfassende Versorgung von rund 43.000 Kabelkunden, die bislang nur mit dem TV-Signal beliefert werden konnten. Sobald die Netze integriert sind, wird Kabel BW sein gesamtes Entertainment-Angebot bereitstellen. Angeboten wird: analoges und digitales Fernsehen, schnelles Internet und Telefon. In die Infrastruktur sollen in den folgenden Monaten die ehemaligen Tele Columbus Netze u.a. in Reutlingen, Stuttgart, Karlsruhe, Schwäbisch Gmünd und Wertheim integriert und an das landesweite Glasfasernetz angeschlossen werden.
Harald Rösch, Vorsitzender Geschäftsführer bei Kabel BW, sagte, dass die Position des Unternehmens durch die zusätzliche Reichweite weiter ausgebaut werden kann. So kann Kabel BW noch mehr Haushalten das schnelle Internet über das Kabelnetz anbieten. Aktuell sind im Kabel BW Netz mit CleverKabel flächendeckend Internet-Bandbreiten von bis zu 100 MBit/s möglich. Kabel BW bietet zudem analoges und digitales Fernsehen sowie eine breit gefächertes Auswahl an hochauflösenden TV-Sendern (HDTV). Zudem ist in naher Zukunft ein Abrufdienst für Filme (Video on Demand) in Planung.
Auch Dietmar Schickel, Geschäftsführer der Tele Columbus Gruppe, sagte, dass mit dem Verkauf der lokalen Netzinseln das Unternehmen seine Strategie, in der Region zu investieren und dabei den Ausbau der integrierten Kabelnetze in den ostdeutschen Kernregionen zu fördern, weiter umsetzt. Durch den Verkauf wird der Tele Columbus Gruppe ein zusätzlicher Spielraum gegeben, um unabhängig vom regionalen Signallieferanten die Haushalte mit Fernsehen, Internet und Telefon zu versorgen - und das alles aus einer Hand. Da dies bislang aufgrund regionaler technischer Gegebenheiten nicht möglich war, entschloss man sich zum Verkauf der Netze, erklärt Schickel weiter.